„Abwechslung ist das Salz in der Suppe“
„Das Lauftraining immer neu gestalten.“
„Immer neue Herausforderungen suchen“
So in etwa raten uns die Experten um unserem Läuferalltag die Langeweile zu nehmen. Und in deren Vorschlagslisten taucht immer wieder ein Treppenhauslauf auf.
Und alles ist so schön einfach. Wind und Wetter sind egal, denn Du läufst ja im trockenen. Und jeder hat ja sein Treppenhaus vor der Wohnungstür.
Was hindert mich also es einfach mal auszuprobieren? Vom Keller bis zum Speicher sind es bei mir 54 Stufen. Wendepunkte im Keller und Speicher optimal vorhanden.
Das Salz in der Suppe sollte für`s erste 10 Runden sein, also jeweils 540 Stufen auf- und abwärts.
Bis zur Hälfte ging das gerade noch. Da hätte ich aufhören sollen. Aber du wolltest ja eine neue Herausforderung suchen.
Völlig durchschwitzt wie selten zuvor, total außer Atem und mit schlotternden Knien hab ich die 10. Runde absolviert, und dabei ignoriert, dass die Wohnungsnachbarn vor die Tür getreten waren und kopfschüttelnd sich nach meinem Befinden erkundigt haben.
Frau Wagner hatte schon das Handy in der Hand und wollte das Rote Kreuz anrufen, da sei sie doch Mitglied.
Nur bruchstückhaft konnte ich alle keuchend davon überzeugen, dass alles in bester Ordnung sei, ich würde doch nur Sport treiben.
Fazit des Selbstversuches: Treppenhauslauf für mich – nein Danke.
Eine Frage lies mich aber nicht los: wer macht so was ?
Nicht viele. Ein paar Extremsportler, die sich sogar bei einem Treppenhausmarathon, wie Mitte Februar in Hannover, messen.
19 Starter und immerhin 8 davon sollen nach mehr als 10 Stunden und mehr als 83.000 Stufen, die mehr als 42 km überstanden haben.
Fazit des Veranstalters: Treppenlaufen hält fit, schließlich gäbe es jährlich zahlreiche tödliche Treppenstürze. Das hätte ich besser vorher gelesen…….
Peter